Pro Jahr erfahren in der Schweiz etwa 1400 Menschen, dass sie an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sind. Dies entspricht etwa 4% aller Krebserkrankungen. Knapp die Hälfte aller Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 70 Jahre oder älter, Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig.
Lymphome sind Krebskrankheiten, die von den Lymphozyten ausgehen, speziellen weissen Blutkörperchen. Die Lymphozyten werden in lymphatischen Organen gebildet, also zum Beispiel in den Lymphknoten, im Knochenmark oder in der Milz.
In der Medizin unterscheidet man zwei Hauptgruppen von Lymphomen: das Hodgkin-Lymphom und die Non-Hodgkin-Lymphome. Die Non-Hodgkin-Lymphome wiederum werden in zahlreiche verschiedene Krankheiten unterteilt, die sich in Bezug auf Verlauf und Behandlung stark unterscheiden.
Schwellung der Lymphknoten
Ein Non-Hodgkin-Lymphom kann sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Typisch sind Schwellungen der Lymphknoten oder so genannte «Allgemeinsymptome» wie Fieber, Nachtschweiss und Gewichtsverlust. Bei etwa der Hälfte der Patienten ist die Bildung von normalen Blutkörperchen gestört, es kommt beispielsweise zu Blutarmut oder einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.
Die Krebszellen können praktisch alle Organe befallen – insbesondere den Magen-Darm-Trakt oder die Haut – und entsprechende Symptome auslösen.
Diagnose und Therapie
Besteht der Verdacht auf ein Non-Hodgkin-Lymphom, wird unter örtlicher Betäubung ein Lymphknoten entnommen und untersucht.
Um abzuklären, wie weit fortgeschritten die Krankheit ist, sind weitere Untersuchungen notwendig. Beispiele sind ein Ultraschall des Bauchs, Röntgenaufnahmen des Brustkorbs oder die Entnahme von Knochenmark.
Die Behandlung hängt davon ab, welche Form von Non-Hodgkin-Lymphom vorliegt und wie fortgeschritten die Krankheit ist. Zur Auswahl stehen Bestrahlung, Chemotherapie oder eine Kombination von Bestrahlung und Chemotherapie.
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