Jährlich erkranken in der Schweiz rund 410 Männer an Hodenkrebs. Das sind 2% aller Krebserkrankungen bei Männern. Hodenkrebs betrifft vor allem Jüngere: Rund 90% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose noch keine 50 Jahre alt. Am häufigsten erkranken Männer zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr.
Die Hoden sind aus unterschiedlichen Arten von Zellen aufgebaut. Dementsprechend können sich in den Hoden verschiedene Arten von Tumoren entwickeln. Die häufigsten Formen von Hodenkrebs sind die Seminome und die Nicht-Seminome. Die Unterscheidung ist wichtig, weil die verschiedenen Tumorarten unterschiedlich behandelt werden. Bei 95% der Patienten tritt Hodenkrebs nur in einem der beiden Hoden auf.
Bei Schwellungen zum Arzt
Folgende Symptome können auf Hodenkrebs hinweisen:
o Schwellung oder schmerzlose Vergrösserung eines Hodens
o Spürbare Knoten oder Verhärtungen am Hoden
o Schmerzen oder ein Ziehen im Hoden oder in der Leiste
Bei Verdacht auf Hodenkrebs wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt und eine Gewebeprobe aus dem Hoden entnommen.
Erfolgsversprechende Behandlung
Hodenkrebs gehört zu den am besten behandelbaren Krebsarten. Selbst wenn der Krebs schon Metastasen gebildet hat, ist häufig eine Heilung möglich. Der befallene Hoden wird zunächst operativ entfernt. Anschliessend gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten: Strahlentherapie bei Seminomen, Chemotherapie bei Nicht-Seminomen.
Kann ich noch Kinder zeugen?
Bei den meisten Hodenkrebs-Patienten bleibt die Zeugungsfähigkeit erhalten, denn der gesunde Hoden produziert genügend Geschlechtshormone und Samenzellen. Dennoch wird Männern mit Hodenkrebs empfohlen, vor der Therapie Samenzellen einfrieren zu lassen. Diese Samenzellen können zu einem späteren Zeitpunkt für die künstliche Befruchtung einer Eizelle verwendet werden, wenn der Mann auf natürlichem Weg keine Kinder mehr zeugen kann.
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