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Antihormon- und Immuntherapie

Operation, Chemotherapie und Bestrahlung sind die drei wichtigsten Pfeiler der modernen Krebsbehandlung. Daneben gibt es aber weitere Therapiemöglichkeiten, die bei bestimmten Arten von Krebs zum Einsatz kommen. Die wichtigsten sind die Antihormon- und die Immuntherapie.
Die Krebsliga Zürich unterstützt Forschungsprojekte zur Krebsbekämpfung
Medikamente gegen die Wirkung von Hormonen
© KLS
Das Wachstum gewisser Krebsarten hängt vom Stoffwechsel der Geschlechtshormone ab. Unterdrückt man mit Medikamenten die Wirkung dieser Hormone, hemmt dies das Wachstum der Krebszellen. Angewendet wird eine solche Therapie vor allem bei manchen Formen von Brust- oder Prostatakrebs und nach anderen Behandlungen wie Operation oder Chemotherapie.

Die Antihormontherapie dauert in der Regel mehrere Jahre. Dabei können Nebenwirkungen auftreten. Bei Frauen sind das beispielsweise Hitzewallungen, Schwitzen, Stimmungsschwankungen und trockene Schleimhäute an den Geschlechtsorganen. Bei Frauen vor der Menopause bleibt die Menstruation aus.
Abwehrsystem anregen
Bei einer Immuntherapie erhält der Patient Medikamente, die das Abwehrsystem des Körpers so anregen, dass es gezielt gegen Krebszellen vorgehen kann. Interferone oder Interleukin sind beispielsweise Stoffe, die das Wachstum von Abwehrzellen im Organismus anregen. Sie werden Patienten verabreicht, die unter speziellen Formen von Leukämie oder vom malignen Melanom leiden.

Eine andere Art Immuntherapie besteht in der Gabe von monoklonalen Antikörpern. Diese Substanzen «markieren» Zellen einer spezifischen Krebsart. Das körpereigene Abwehrsystem erkennt die «markierten» Krebszellen und tötet sie ab. Eine Behandlung mit monoklonalen Antikörpern ist beispielsweise bei bestimmten Formen von Darmkrebs, Brustkrebs oder Lymphomen möglich.