Lymphoedem
Lymphödeme sind Flüssigkeitsansammlungen an Armen oder Beinen. Sie treten nach Krebsoperationen auf, manchmal bald, manchmal erst nach Jahren. Lymphödeme werden mit Physiotherapie behandelt.
Blasse, schmerzlose Schwellung am Arm
© Anna Sonderegger
Durch das Lymphgefässsystem werden Flüssigkeit und Eiweiss aus dem Gewebe abtransportiert. Wird der Lymphfluss gestaut, bildet sich eine Schwellung, ein so genanntes
Lymphödem. Dies kann geschehen, wenn bei einer Operation
Lymphknoten entfernt werden.
Behandlung
Lymphödeme werden physiotherapeutisch behandelt. Die Kosten für ärztlich verordnete Behandlungen werden von der Grundversicherung übernommen. Die so genannten Lymphdrainagen müssen aber von dafür ausgebildeten und anerkannten Physiotherapeuten durchgeführt werden. Adressen erhalten Sie bei Ihrem Behandlungsteam und Ihrer kantonalen Krebsliga.
Prävention bakterieller Infekte
Lymphödeme und betroffene Körperregionen sind anfällig für bakterielle Infekte. Um solche zu vermeiden, sollte man:
- betroffene Körperstellen sauber halten,
- schonende Pflegemittel benützen,
- Sonnenbrände verhindern,
- nicht in heissem Wasser baden,
- bequeme, lose Kleidung tragen,
- auf eng anliegende Schmuckstücke und Uhren verzichten,
- bei der Nagelpflege Verletzungen vermeiden,
- Desinfektionsspray bereithalten und jede noch so kleine Verletzung besprühen,
- auch Pilzinfektionen sofort behandeln.
Alarmzeichen
Suchen Sie den Arzt auf, wenn:
- sich auf der Haut scharf begrenzte Rötungen bilden, die spannen und schmerzen,
- sich heftige Infektionsanzeichen zeigen wie Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Schmerzen.
Sport hilft
Körperliche Bewegung fördert das allgemeine Wohlbefinden. Zwar regt sie auch die Lymphproduktion an. Durch den gleichzeitig verstärkten Abfluss wird dies jedoch wieder wettgemacht. Allgemein gilt: Je besser in Form, desto besser das
Lymphsystem. Überfordern Sie sich aber nicht. Bewegen Sie sich mässig aber regelmässig. Vielerorts gibt es
Krebs-Sportgruppen. Fragen Sie Ihre kantonale Krebsliga.
Lymphödeme bei Krebs – lassen Sie sich beraten